Langläufer müssen vor dem Auftrag gekauft werden, der sie verbraucht. Wer dieses Risiko trägt — und wie lange — gehört schriftlich fixiert.
Ein Rahmenvertrag mit rollierenden Forecasts verlangt vom Lieferanten, Material gegen Zahlen zu kaufen, die naturgemäß vorläufig sind. Das ist normal. Nicht normal ist, ungeklärt zu lassen, was passiert, wenn sich der Forecast ändert und das Material schon im Regal liegt.
Die Klausel braucht drei Dinge: einen Horizont, eine Mengenbasis und einen Ausstieg. Der Horizont sagt, wie weit im Voraus Material gebunden werden darf — oft die längste Lieferzeit der Stückliste. Die Mengenbasis sagt, wie viel. Der Ausstieg sagt, was mit gebundenem Material passiert, wenn das Programm endet, und zu welchem Preis.
Mindestbestellmengen verdienen einen eigenen Satz. Ein Bauteil mit einer MOQ von fünftausend Stück bei achthundert Stück Jahresbedarf ist keine Beschaffungsentscheidung, sondern eine Vierjahresbindung. Wir kennzeichnen so etwas im Angebot statt bei der ersten Nachbestellung.
Nichts davon ist konfrontativ. Es ist der Unterschied zwischen einer Partnerschaft, die einen Nachfrageeinbruch übersteht, und einer, die in einem Tabellenstreit endet.
— Engineering-Team GANI Contract Manufacturing
