Ein Bauteil vorzugeben ist eine legitime Konstruktionsentscheidung. Sie verschiebt aber auch einen Teil des Lieferrisikos zurück auf Ihre Seite.
Die meisten Industrieprogramme sind hybrid: Der Kunde gibt die kritischen Komponenten vor, der Lieferant beschafft den Rest. Diese Teilung ist sinnvoll — Sie kennen die Anwendung, wir kennen unsere Lieferbasis — aber sie funktioniert nur, wenn die Folgen beider Seiten vorab vereinbart sind.
Bei einem vorgegebenen Teil kann der Lieferant prüfen, lagern und abrechnen, aber nicht ändern, zweitquellen oder die Lieferzeit auffangen. Kommt ein Directed-Buy-Bauteil zu spät, kommt der Bau zu spät. Das im Angebot zu sagen, ist keine Verantwortungsabgabe, sondern eine Beschreibung der Mechanik.
Vorgegebene Teile bringen auch eine Dokumentationspflicht mit: freigegebener Hersteller, Teilenummer und zugelassene Alternativen müssen released sein, nicht impliziert. Ein Directed-Buy-Bauteil mit unklarer Spezifikation ist die häufigste Ursache eines Wareneingangsstreits.
Wir benennen Directed-Buy-Teile im Angebot ausdrücklich, listen ihre Lieferzeiten und kennzeichnen alles mit MOQ- oder Abkündigungsrisiko.
— Engineering-Team GANI Manufacturing
